Cranio: Hintergrund

image_massage.jpgDie Wurzeln der Craniosacral-Therapie liegen in der Osteopathie. Dr. William Garner Sutherland & Dr. A.T.Still, die sich in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts auf die Arbeit mit dem craniosacralen System spezialisierten, erforschten die rhythmischen Eigenbewegungen aller Knochen und Gewebe und deren Bewegungsachsen. In den 1980er Jahren hat sich der craniosacrale Ansatz zu einer eigenständigen Therapieform weiter entwickelt. Der Begriff „Craniosacral“ setzt sich aus den Worten Schädel (Cranium) & Kreuzbein (Sacrum) zusammen. Die einzelnen Schädelknochen sind nicht starr miteinander verbunden, sondern in ihren Nähten und Verbindungen gegeneinander beweglich. Der Schädel bildet mit der Wirbelsäule, den Gehirn- und Rückenmarkshäuten sowie der Gehirn- & Rückenmarksflüssigkeit das Craniosacrale System. Durch die rhythmische Produktion & Resorption der Flüssigkeit entsteht der Craniosacrale Rhythmus. Diese sehr feine Bewegung setzt sich vom Schädel über die Wirbelsäule zum Kreuzbein fort und überträgt sich auf den gesamten Körper. Durch die Druckunterschiede kommt ein Pulsieren zustande, ähnlich wie Ebbe und Flut. Diese primäre Atem (Lebensatem) ist direkt mit der Gewebeatmung des Zentralnervensystems verbunden, welche die Lungenatmung (sekundäre Atmung) und die gesamte Körperfunktionen reguliert.